Nina Luger

In fünf Schritten zu deinem Mission Statement

Dein Mission Statement zu schreiben ist kein Sprint. Dieser Guide gibt dir einen Startpunkt, einen ersten Entwurf, den du wirklich nutzen kannst. Die echte Arbeit passiert danach, durch Erfahrung, Gespräche und ehrliche Reflexion. Manche haben eine berufliche und eine persönliche Mission, manche nur eine, die beides abdeckt. Beides ist völlig okay. Was zählt: dass deine sich für dich richtig anfühlt.

Illustration, die den Prozess der Entwicklung eines persönlichen Mission Statements in fünf Schritten visualisiert

In 5-Schritten zu deinem Mission Statement

Schritt 1: Nenne deinen Impact-Bereich

Wofür brennst du so sehr, dass du immer wieder darauf zurückkommst, auch wenn dich niemand darum gebeten hat? Nicht das Thema, das beeindruckend klingt. Das, das dich ungefragt einholt, an einem Dienstagabend, wenn du eigentlich ganz woanders sein solltest.

Schreib es auf, ohne es zu korrigieren.

Schritt 2: Für wen bist du da?

„Alle" ist keine Antwort. Erstgeneration-Studierende, Berufstätige im Karrierewechsel, junge Gründernnen und Gründer aus marginalisierten Gruppen, das ist eine Antwort.

Je spezifischer du hier bist, desto nützlicher wird deine Mission. Vage Zielgruppen produzieren vage Missionen. Und eine vage Mission hilft niemandem, auch dir nicht.

Schritt 3: Benenne deine Stärken

Schreib drei bis fünf auf. Skills sind Dinge, die du kannst: moderieren, Produkte bauen, Content erstellen etc.. Eigenschaften sind die Art, wie du bist: geduldig, lösungsorientiert, in der Lage komplexe Themen einfach zu kommunizieren, etc. Beides zählt.

Kommst du nicht weiter? Frag zwei oder drei Menschen, die deine Arbeit kennen. Die Stärken, die andere in dir sehen, sind oft genau die, die du selbst längst nicht mehr wahrnimmst.

Schritt 4: Beschreibe die Veränderung, die du erreichen willst

Was verändert sich, wenn du dein Bestes gibst? Benenne das Vorher und das Nachher. Wähl ein Verb, das etwas bewegt: wiederherstellen, ermöglichen, vereinfachen, verbinden. Verben wie „helfen" oder „unterstützen" sind okay, aber nur wenn das, was danach kommt, konkret genug ist, um sie zu tragen.

Schritt 5: Setz alles zusammen

Probier als Ausgangspunkt diese Formel:

„Ich [Verb] [bestimmte Menschen] durch [Methode oder Stärke], damit [Veränderung].“

Ein Beispiel: „Ich entwickle Inhalte, die Klimawissen verständlich machen, damit mehr Menschen sich in der Lage fühlen, zu handeln.“

Dein erster Entwurf muss nicht perfekt klingen. Er sollte so ehrlich sein, dass du ihn testen kannst.

Woran merke ich, dass es funktioniert?

Teste deinen Entwurf mit zwei schnellen Checks.

Wende ihn auf eine echte aktuelle Entscheidung an, ein Jobangebot, ein Projekt, eine Anfrage im Kalender. Macht dein Statement klar, ob du Ja oder Nein sagen solltest? Wenn die Antwort „naja" ist, ist deine Zielgruppe wahrscheinlich noch zu breit.

Lies es dann jemandem vor, der dich nicht gut kennt, und bitte ihn oder sie zu beschreiben, was du machst. Wenn die Person zögert, ist dein Statement noch zu vage. Vereinfach solange, bis es beim ersten Hören sitzt.

Was du loslassen kannst

Versuch nicht, etwas Beeindruckendes zu schreiben. Dein Mission Statement ist ein Tool für dich, geschrieben in deinen eigenen Worten. Würdest du es einer Freundin beim Kaffee nicht so erzählen? Dann ist es noch nicht ehrlich genug.

Zwing deine berufliche und deine persönliche Mission nicht zusammen, bevor sie bereit sind. Schreib beide und lass sie nebeneinander existieren. Viele merken, dass sie sich mit der Zeit von selbst annähern. Eine Annäherung zu früh zu erzwingen bringt meistens einen Kompromiss hervor, der keiner von beiden Missionen so richtig gerecht wird.

Und behandle den ersten Entwurf nicht als final. Ein Mission Statement wächst mit dir.

Jetzt wird's konkret

Woche 1: Wende deinen Entwurf auf eine echte Entscheidung an, die gerade offen ist. Woche 2: Bring eine Gewohnheit in deinen Alltag, die zu deinem Entwurf passt. Woche 3: Teile deinen Entwurf mit jemandem, dessen Meinung du schätzt, und hol dir ehrliches Feedback. Woche 4: Überarbeite deinen Entwurf mit dem Feedback, das in den ersten Wochen aufgetaucht ist.

Das Ziel ist kein perfektes Statement, sondern eine zweite Version, die du wirklich lebst.

Dieser Entwurf ist dein Anfang. Wenn du tiefer gehen willst, gibt dir unser Mission Identification Challenge die Struktur, die Begleitung und die Community, um daraus ein Fundament für dein nächstes Kapitel zu machen. Ganz ohne Studieneinschreibung.

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Zwei lächelnde junge Frauen mit lockigem Haar teilen sich Kopfhörer und schauen gemeinsam auf ein Handy, beide mit Rucksäcken.Zwei lächelnde junge Frauen mit lockigem Haar teilen sich Kopfhörer und schauen gemeinsam auf ein Handy, beide mit Rucksäcken.Get Brochure